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Fachkräftemangel führt zu ungewöhnlicher Maßnahme

Fachkräftemangel führt zu ungewöhnlicher Maßnahme: Chef schickt neuen Mitarbeiter erstmal für eine Woche Hotel-Urlaub auf die Kanaren

Karlsruhe. Erst Urlaub, dann Arbeit: Ungewöhnliche Wege bei der Bewältigung des Fachkräftemangels in der IT-Branche geht die SIVIS Professional Services GmbH. Das Unternehmen sucht einen neuen männlichen oder weiblichen SAP-Basis Berater zum 1. Dezember. Doch anstatt dann am Karlsruher Unternehmenssitz am Computer zu arbeiten, kommt der oder die Glückliche erst mal in den Genuss einer Woche Hotel-Urlaub auf den Kanarischen Inseln – und zwar auf Firmenkosten. „Unser neuer Mitarbeiter soll seine Tätigkeit bei uns gut erholt beginnen“, sagt dazu SIVIS-Geschäftsführer Bernd Israel (49). Einzige Bedingung: Jeweils täglich um 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit muss der Urlauber auf der Firmenhomepage www.sivis.com in Kurzform bloggen, was er erlebt hat. „Wer auch immer den Job bekommt – er ist vom ersten Tag an Teil unserer Company und hat Rechte und Pflichten“, bekräftigt Israel. Für ihn führt erst die Wertschätzung von Mitarbeitern zur Wertschöpfung in Unternehmen. Monatelang hatte die SIVIS vergeblich nach einem neuen IT- Berater Ausschau gehalten. Von der kreativen Anzeige verspricht man sich viel.

Auf den Online-Stellenportalen Stepstone und Jobware hat die SIVIS entsprechende Stellenanzeigen geschaltet. Überschrift: „Wir schicken Sie in den Urlaub – danach starten Sie als unser neuer SAP-Basis Berater (m/w).“ Clou der Stellenanzeige ist ein integrierter Comic. Dort berichtet ein Krawattenträger von seiner neuen Stelle bei der bubble.com. „Du hast es gut“, sagt sein Gegenüber, „mich schickt die SIVIS zum Einstand für eine Woche auf die Kanaren.“ Da werde er wohl gleich ins kalte Wasser geworfen, mutmaßt der Schlipsträger. „Nö. Ich mach‘ da auf Firmenkosten Urlaub“, entgegnet der lässige gekleidete IT-Mensch und schwenkt dabei vergnügt ein Cocktailglas.

„Wir haben flache Führungsstrukturen und Spaß an der Teamarbeit in Projekten. Genau diesen Eindruck wollen wir über den Comic beim Stellensuchenden erzeugen – und genau so einen Mitarbeiter suchen wir auch“, betont Bernd Israel. Natürlich geht nichts ohne Fachwissen. Der ausgebildete Informatiker sollte über eine mehrjährige Erfahrung in der Administration von SAP-Produkten unter UNIX oder Windows verfügen, sich mit Datenbanken auskennen und Englisch in Wort und Schrift beherrschen. Die ungewöhnliche Anzeige findet sich auch auf www.sivis.com unter Stellenangebote.

Hintergrund zur SIVIS: Das 1999 von Kai Bounin gegründete IT-Unternehmen vertreibt weltweit hochwertige Software-Gesamtlösungen im SAP-Umfeld. Mit sechs Standorten auf zwei Kontinenten ist die SIVIS Professional Services GmbH international ausgerichtet. Standorte befinden sich in Deutschland (Karlsruhe und Freiburg), der Schweiz (Basel und Beckenried), Österreich (Wien) und in Südafrika (Johannesburg). Geschäftsführer sind Kai Bounin und Bernd Israel. Der Firmensitz befindet sich in 76135 Karlsruhe, Kleinoberfeld 7. Rund fünf Millionen Euro beträgt der geschätzte Jahresumsatz 2011.

Auf zwei Geschäftsbereiche hat sich das Unternehmen mit dem Anagramm- und Kunstnamen spezialisiert: Produktentwicklung auf SAP-Basis sowie qualifizierte Beratungsleistungen und Projektumsetzungen. SIVIS bietet SAP-Komplettlösungen an für die Bereiche Benutzerverwaltung, Berechtigungen, Compliance sowie Geschäftsprozesse und Workflow. 95 Prozent des gesamten Business werden mit der SAP-kompatiblen Software SiAM erreicht. Kerngeschäft ist das Management von Zugriffsberechtigungen und die Verwaltung von Benutzern für große Firmen mit vielen Mitarbeitern.

Das SIVIS-Team besteht aus rund 40 Spezialisten mehrerer Fachgebiete. Programmierer und Softwareentwickler stellen die Hälfte davon. 15 Prozent der Mitarbeiter zählen zu den Consultants. Weitere Sivisianer arbeiten im Vertrieb und in der Administration. Alle Mitarbeiter sind zwischen 20 und 58 Jahre alt. Auffällig ist die geringe Personalfluktuation. Von gewohnten Ansprechpartnern profitieren so die Kunden. Zu ihnen zählen beispielsweise Vossloh und Webasto im Maschinen- und Anlagenbau, Faber-Castell und Jungbunzlauber bei Chemie und Farben sowie Bayer und Straumann in der Pharma- und Gesundheitsbranche.

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